Der Selbsttest mit dem Amslernetz

Häufig gestellte Fragen

»Ich sehe ausgezeichnet - Warum soll ich zum Augenarzt gehen?«
Die meisten Augenerkrankungen, die zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen können, sind vollkommen schmerzfrei und oft lange Zeit symptomlos!

Die einzige vorbeugende Maßnahme in solchen Fällen sind regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt mit eingehender Untersuchung.

Die Augenmedizin kann heute in fast allen Fällen sowohl präventiv als auch therapeutisch wirksam sein - entscheidend ist die rechtzeitige Diagnosefindung durch Ihren Augenarzt. Leider sind viele Fälle von Erblindung darauf zurückzuführen, dass die Patienten die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen nicht in Anspruch nehmen.

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»Warum soll ich für eine Brillenbestimmung zum Augenarzt gehen?«
Der Augenarzt untersucht im Rahmen einer Brillenbestimmung Ihre Augen, Augenerkrankungen können somit rechtzeitig erkannt und therapiert werden.

Hinter jeder Refraktionsänderung (»Ich benötige plötzlich eine Brille«,»Ich sehe schlechter«, »Zeitweise benötige ich eine Brille, zeitweise nicht«, »Meine Brille ist zu schwach«,….) kann eine Augenerkrankung stecken. Entscheidend für eine gute Brillenversorgung ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Ihrem Augenarzt und Ihrem Fachoptiker. Viele Fachoptiker empfehlen Ihren Kunden, die für eine Brillenbestimmung zu Ihnen kommen, doch auch eine Untersuchung beim Augenarzt durchführen zu lassen.

Sollten Sie Ihre Brille bei Ihrem Augenarzt bestimmen lassen, bekommen Sie auch ein Brillenrezept und haben damit Anspruch auf einen Kostenzuschuss Ihrer Krankenkasse.

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»Meine Augen müssen gesund sein, ich brauche zum Lesen nicht einmal mehr eine Brille«
Jede Form der Refraktionsänderung ("Ich benötige plötzlich eine Brille"; "Ich benötige meine Brille nicht mehr"; "Ich sehe mit meiner Brille nicht mehr gut") kann durch eine schwerwiegende Augenerkrankung verursacht sein und muß vom Augenfacharzt abgeklärt werden.

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»Winkelfehlsichtigkeit«, Legasthenie, Prismenbrille
Ich darf Ihnen diesbezüglich raten, sich ausführliche und seriöse Informationen von unabhängigen Quellen einzuholen! Insbesondere im Internet ist die Informationsqualität diesbezüglich großteils fraglich. Fragen Sie nach der Qualifikation Ihres Beraters

Eine Ausbildung zum Facharzt für Augenheilkunde beinhaltet nach der Matura ein mindestens 6 Jahre dauerndes UNIVERSITÄTSSTUDIUM und eine noch einmal 6 Jahre dauernde FACHARZTAUSBILDUNG! Die ständige Weiterbildung ist durch ein Diplom der Ärztekammern zertifiziert!

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»Ich benötige keine Brille- Ich sehe gut!«
»Mein Kind sieht gut - Wieso soll es zum Augenarzt gehen?«
Eine gute Sehleistung schließt die Notwendigkeit einer Brille nicht aus. Bei der zweithäufigsten Refraktionsstörung, der Hyperopie oder Weitsichtigkeit, kann lange Zeit eine gute Sehleistung durch sogenannte Akkomodation erreicht werden. Dies ist auf Dauer aber nicht nur anstrengend sondern kann auch gesundheitliche Konsequenzen haben.

Da insbesondere Kinder durch einen derartigen Refraktionsfehler dauerhaften und schwerwiegenden Schaden nehmen können, sollte JEDES Kind die im Rahmen der Mutter- Kindpassuntersuchung vorgeschlagenen Untersuchungen beim Arzt durchführen lassen.

Nur durch die ausschließlich beim Augenarzt durchführbare Refraktionsbestimmung in »Cycloplegie« lässt sich die( besonders bei Kindern oft problematische) Akkomodation kurzzeitig ausschalten und eine Brillenbestimmung OHNE Akkomodation erreichen!

Viele Sehbehinderungen, die sich im Erwachsenenalter zeigen, sind leider auf eine mangelhafte Vorsorge und Brillenversorgung im Kindesalter zurückzuführen! Leider sind diese Sehbehinderungen nur im Kindesalter therapierbar - Im Erwachsenenalter kommt die Hilfe leider zu spät.

In Zusammenarbeit mit Ihrem Fachoptiker ist heutzutage auch für Kinder eine optimale Brillenversorgung möglich.

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»Ich sehe (schon wieder) einen schwarzen Punkt, Fäden oder Lichtblitze...«
Leider steckt hinter dieser Symptomatik unter Umständen eine schwerwiegende Augenerkrankung (z.B. Netzhautablösung, Netzhautdefekt) die vom Augenfacharzt ausgeschlossen werden muss. Durch rechtzeitige und eingehende Untersuchung können Schäden oft frühzeitig entdeckt und weitere schwerwiegende Konsequenzen für Ihr Augenlicht vermieden werden.

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»Warum soll ich als Kurzsichtiger öfter zum Augenarzt gehen?«
Manche Erkrankungen (Netzhautlöcher, Netzhautablösung) kommen bei "Kurzsichtigen" deutlich öfter vor. In vielen Fällen haben die Patienten keine Symptome. Somit kann nur eine regelmäßige und eingehende Untersuchung der Netzhaut vor größerem Schaden bewahren!

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»Warum sollen Diabetiker regelmäßig zum Augenarzt gehen?«
Praktisch jeder Diabetiker bekommt im Laufe seiner Erkrankung eine sogenannte "Diabetische Retinopathie"-einen zuckerbedingten Netzhautschaden. Diese Erkrankung ist eine der häufigsten Erblindungsursachen! Nur regelmäßige Untersuchungen können diese Netzhauterkrankung rechtzeitig entdecken und eventuelle therapeutische Schritte rechtzeitig eingeleitet werden. (Auch hier gilt: Nur weil man gut sieht sind die Augen nicht automatisch gesund!)

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»Warum soll ich als Kontaktlinsenträger zum Augenarzt gehen?«
Eine Kontaktlinse ist für unser Auge ein Fremdkörper auf den unsere Körper individuell unterschiedlich reagiert. Je besser die Kontaktlinse angepasst ist, desto geringer ist die Reaktion unseres Körpers. Eine schwerwiegende "Abwehrreaktion" kann für den Patienten vollkommen unbemerkt verlaufen und mit dauerhaften und schwerwiegenden Konsequenzen für das Augenlicht verbunden sein. Nur weil eine Kontaktlinse "gut vertragen" wird muss sie nicht unschädlich für das Auge sein.

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»Ich habe Schlupflider die mich stören- Leider bezahlt die Kasse eine solche "plastische Operation" nicht!«
Die operative Korrektur von Schlupflidern wird von den Krankenkassen bezahlt, wenn eine »medizinische Indikation« vorliegt. Diese Indikation kann Ihr Augenarzt stellen und dokumentieren. Mit dieser Empfehlung suchen Sie bei Ihrer Krankenkasse um Kostenübernahme an.

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»Bei einer Maculadegeneration (AMD) kann man ja nichts machen- Warum soll ich zum Augenarzt gehen?«
Es gibt unterschiedliche Formen der Maculadegeneration. Bei einigen kann und muss man therapieren um eine Erblindung ( im gesetzlichen Sinn) zu vermeiden. Um diese Formen rechtzeitig erkennen und therapieren zu können sollte jeder Patient regelmäßigen augenärztlichen Untersuchungen unterzogen werden. Auch eine Sehprobetafel zur Selbsttestung zuhause sollte in solchen Fällen Verwendung finden, um jede Verschlechterung rechtzeitig erkennen zu können.

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»Bei Kopfschmerzen nehme ich eine Tablette- Warum soll ich zum Augenarzt gehen?«
Eine Vielzahl der Kopfschmerzsyndrome sind durch Augenerkrankungen bedingt.

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»Warum soll ich eine Sonnenbrille tragen- Mich stört die Sonne ja nicht!«
UV- Licht im Übermaß schadet nicht nur der Augenoberfläche (es induziert z.B. bösartige Tumore), es wird auch als Risikofaktor für die häufigste Erblindungsursache ab dem 50 Lebensjahr - der altersbedingten Maculadegeneration (AMD)- angesehen.

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»Mein Augenarzt irrt sich- Meine Augen tränen und er sagt ich hätte ein trockenes Auge'.«
Die Ursache für Augentränen beim "trockenen Auge" ist die Reizung der Bindehaut durch Tränenmangel- Zum Augentränen kommt es erst sekundär.

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»Ich habe ein trockenes Auge, aber außer Tropfen kann man nichts machen!«
Es gibt in bestimmten Fällen konservative wie operative Therapiealternativen zu »Tränenersatzmitteln«.

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»Ich habe einen Grauen Star aber ich lasse ihn erst operieren wenn er 'reif' ist.«
Dieser Irrglaube stammt aus einer Zeit, als die Operationsmethoden vollkommen andere waren. Heutzutage sollte man den Grauen Star-(=Cataract) frühzeitig operieren, da die operationsbedingten, potentiellen Nebenwirkungen umso geringer sind, je früher man die Operation durchführt. Es gibt aber noch einige andere Argumente für einen frühzeitigen Eingriff. Die Entscheidung muss im Einzellfall mit dem Augenarzt des Vertrauens getroffen werden.

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»Ich habe mir den Augendruck schon einmal messen lassen- und er war in Ordnung- Damit habe ich sicher kein Glaukom (Grüner Star)!«
Ein normaler Augendruck schließt das Glaukom nicht aus! Ein erhöhter Augendruck ist nicht gleichbedeutend mit der Diagnose Glaukom! Mit einer Augendruckmessung ohne eingehende zusätzliche Untersuchung des Sehnervs und unter Umständen des Gesichtsfeldes beim Augenarzt kann die Diagnose "Glaukom", weder gestellt noch widerlegt werden. Auch für die Verlaufskontrolle eines bekannten Glaukoms ist die Augendruckmessung alleine unzureichend.

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»Ich muss 'verrückt' sein- Ich habe Halluzinationen«
Im Rahmen von Augenerkrankungen kann es bei über 10% der Patienten zu visuellen Halluzinationen kommen.

Dies hat nichts mit einer Geisteskrankheit zu tun!

Die Patienten beschreiben z.B. unbelebte Objekte oder komplette Szenen. Um nicht für verrückt gehalten zu werden erzählt kaum ein Patient über seine Symptomatik. Patienten die »halluzinieren« sollten unbedingt zum Augenarzt gehen um die Ursache näher abklären zu lassen. Scheuen Sie sich nicht Ihrem Augenarzt davon zu erzählen!

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